Unsere erste Bilanz

Liebe Stanzerinnen, liebe Stanzer, geschätzte Weggefährten!

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu. Es ist Zeit eine erste Bilanz zu ziehen und Überlegungen anzustellen wie es 2014 weiter geht.

Mit ein wenig Abstand zu den bewegenden Ereignissen zwischen der Bürgerversammlung im Februar und der buchstäblichen Erringung unserer Eigenständigkeit im Oktober stellt sich die Frage, welches Resümee man daraus ziehen kann.

Stanz bleibt eigenständig

Die Fakten sind bekannt, Stanz bleibt Stanz. Der Weg dorthin war für die BI und auch für viele StanzerInnen eine Zeit voller spannender Wendungen und lehrreicher Begegnungen. Es ging ein Ruck durch die Gemeinde, als offenbar wurde, dass die Gemeindeführung drauf und dran war, die Stanz nach Kindberg einzugemeinden. Es war bitter zu erkennen, dass ein Teil der eigenen Volksvertreter versuchte, die politischen Vorgaben auf Biegen und Brechen durchzudrücken. Parteigehorsam war wichtiger als die Zukunft der Gemeinde. Das hat viele StanzerInnen zu Recht erzürnt. Sie haben sich dagegen gewehrt und die Eigenständigkeit unserer Gemeinde dadurch erhalten.

Diese Verwerfungen haben der Bevölkerung vor Augen geführt, wie überfordert unsere Gemeinde mit diesem Prozess war. Und wir von der BI sind inzwischen der Meinung, dass das auch für andere Bereiche gilt. Bei vielen Themen stellen wir fest, dass handelnde Personen nicht auf der Höhe der Zeit agieren, die gebotene Sorgfalt vermissen lassen und unprofessionell an Gemeindethemen herangehen. Kritik wird als Majestätsbeleidigung aufgefasst und das Spielen der beleidigten Leberwurst ist weit verbreitet. Auch der Umgangston und die Gesprächskultur im Gemeinderat sind gelinde gesagt verbesserungswürdig.

BI trifft Gemeinderäte

Auch deswegen traf sich die BI im Oktober zu einem Gespräch mit den Gemeinderäten. Wir haben skizziert, wie eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen BI und dem Gemeinderat gestaltet werden könnte. Das Ergebnis dieser Sitzung ist mit „durchwachsen“ noch wohlwollend beschrieben. Nach mittlerweile 9 Wochen gibt es keine Rückmeldung, ob sich die Gemeinderäte regelmäßig zu einem Gedankenaustausch mit der BI treffen wollen. Wir gehen mittlerweile davon aus, dass kein Interesse besteht.

Neuer Zusammenhalt

Die StanzerInnen haben in den letzten Monaten eindrucksvoll gezeigt, dass sie zusammenstehen können, wenn es etwas zu bewegen gilt.Wir sind sehr stolz auf die vielen StanzerInnen, die unzählige Stunden und viel Geld aufbrachten, um unserer Kampagne die nötige Durchschlagskraft zu geben. Wenn vereinzelt die Ansicht vertreten wird, die Auseinandersetzung hätte manch „böses Blut“ erzeugt, so nimmt die BI für sich in Anspruch, einen fairen Wettstreit geführt zu haben. Dass unsere Gemeindeführung von dritter Seite manchmal mit Argumenten unter der Gürtellinie kon­frontiert war, bedauern wir.

Für uns bleibt, dass neue Perspektiven, neue Netzwerke und viel Bereitschaft zu zivilgesellschaftlichem Engagement entstanden sind.

 BI Lebenswerte Stanz2.0

Wir ziehen einen Schlussstrich unter der Arbeit der derzeitigen BI und führen diese in die BI Lebenswerte Stanz 2.0 über. Die Kerntruppe bleibt bestehen, einige werden sich in die zweite Reihe zurück ziehen, manche werden uns im Gedanken verbunden bleiben und andere neu dazu stoßen. Wir sind in Gesprächen und werden uns breiter aufstellen. Informationen dazu gibt’s im Frühjahr.

Wir werden uns auch in Zukunft in die Gemeindearbeit einmischen ohne uns rechtfertigen zu müssen, wo wir dafür das Recht hernehmen. Auch wenn es sich manche nicht vorstellen können, eine Erbpacht auf Dankbarkeit gibt es nicht. Die Interessen der Gemeinschaft vor die eigenen Interessen stellen, das ist angesagt.

Derzeit haben wir keine Legitimation direkt in der Gemeindestube mitzuarbeiten. Trotzdem gibt’s Projektideen, um die wir uns 2014 kümmern werden. Die Stanz hat ein neues Gesicht verdient, wir werden gemeinsam mit engagierten StanzerInnen mitgestalten.

Wir wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.

BI Lebenswerte Stanz 2.0

PS: Spende an die Kinderkrebshilfe

Nachdem unsere erste Kampagne beendet ist, lösen wir ein Versprechen ein. Wir spenden den Überschuss auf unserem Konto von € 421,43 der Steirische Kinderkrebshilfe. Das Geld ist dort gut angelegt. Vielen Dank!